RFID Fallbeispiele
Das im Kapitel 4 skizzierte allgemein gehaltene Informationsmodell kann in diesem Abschnitt mit leichten Modifikationen durch Fallbeispiele dargestellt werden. Dabei ist der Fokus insbesondere auf die Anwendung von RFID-Technologie zur Verbesserung der Informationsflüsse, das Schließen von Informationsdefiziten beziehungsweise den damit generierten Nutzen gelegt. Die Fallbeispiele liefern einen relevanten Beitrag zur Beantwortung der dritten Forschungsfrage: Wie können durch Einsatz von RFID die Informationsdefizite geschlossen werden?
Folgende Kriterien gelten für die Fallbeispiele:
- In jedem Beispiel ist ersichtlich, wie durch Einsatz von RFID zusätzliche Informationen beschafft werden können. Dabei sind zusätzliche Informationen gemeint, welche durch die Barcode-Technologie entweder überhaupt nicht oder nur mit großem Aufwand beschafft werden können. Es wird wenigstens eine konkrete Anwendungssituation dargestellt, welche für die Supply Chain Akteure zur Beschaffung von mehr Informationen von Bedeutung ist.
- Der erzielte Nutzen, im Vergleich zur Barcode-Technologie, misst sich unter anderem daran wie es den Supply Chain Akteuren gelingt zusätzliche Informationen für das Treffen der operativen und strategischen Entscheidungen zu nutzen.
- Da die RFID-Technologie in Konsumgüter-, Pharma-, Automobil- und Bekleidungsindustrie häufig diskutiert und auch praktisch umgesetzt ist und zudem die vier Industrien verschiedenartige Supply Chains mit unterschiedlicher Komplexität aufweisen, sind vier Fallbeispiele aus den oben genannten Branchen ausgewählt, die von der Produktionslogistik über die Distribution eines Hersteller bis zum Handel reichen.
Die Beschreibung und Durchführung der Fallbeispiele besitzen eine einheitliche Struktur. Zuerst werden die Grunddaten der Unternehmen beschrieben. Danach wird das RFID-Einsatzszenario vorgestellt. Die Beschaffung von zusätzlichen Informationen mittels RFID beziehungsweise deren Nutzen sind durch die Beschreibung der Prozesse und Organisationseinheiten, welche von den zusätzlichen Informationen profitieren, verdeutlicht. Die behobenen Informationsdefizite sind danach dargestellt und anhand der Kriterien „zeitlich effizient“ und „inhaltlich effektiv“ beurteilt. Zum Schluss ist das Ergebnis des Teilprojekts 3 dargestellt und ein Fazit gezogen.